Der Märkische Kreis erweitert seinen Bürgerservice um künstliche Intelligenz. Seit Freitag, 11. September 2026, steht die bereits von der Internetseite bekannte virtuelle Assistentin „Emka“ auch telefonisch zur Verfügung. Außerhalb der regulären Dienstzeiten werden Anrufe an den KI-Sprachbot weitergeleitet.

Während der Öffnungszeiten bleibt es dagegen beim persönlichen Telefonservice. Montags bis donnerstags von 7.30 bis 16 Uhr und freitags bis 13 Uhr nehmen weiterhin Mitarbeiter des Telefon-Service-Centers die Gespräche entgegen. Erst nach Dienstschluss übernimmt „Emka“. Das gilt auch an Wochenenden und Feiertagen.

Der Sprachbot kann gesprochene Fragen verstehen und darauf antworten. Nach Angaben des Kreises beherrscht das System mehr als 30 Sprachen, darunter Deutsch, Türkisch, Arabisch, Polnisch und Englisch. Die Antwort erfolgt jeweils in der Sprache, in der die Frage gestellt wurde.

Inhaltlich greift die KI auf die Daten zurück, die auf der Internetseite des Märkischen Kreises hinterlegt sind. Gefragt werden kann beispielsweise, welche Unterlagen für die Zulassung eines Autos erforderlich sind oder welche Mitarbeiter für das Thema Elterngeld zuständig sind. Kann das System eine Frage nicht beantworten oder wird ausdrücklich ein persönlicher Kontakt gewünscht, nennt es die entsprechenden Telefonnummern für einen späteren Anruf während der Öffnungszeiten.

Der telefonische Sprachbot baut auf dem virtuellen Chatbot auf, den der Märkische Kreis bereits im Dezember 2025 auf seiner Internetseite eingeführt hatte. Technisch unterstützt wird das Projekt von Humanizing Technologies.

Zunächst befindet sich der telefonische Dienst in einer Erprobungsphase. Die Kreisverwaltung will anhand der tatsächlichen Gesprächsverläufe prüfen, wie sich das Angebot weiterentwickeln lässt. Perspektivisch sind weitere Funktionen denkbar, beispielsweise die Annahme von Rückrufwünschen.

Ein Pressefoto liegt ebenfalls vor: Es zeigt Landrat Ralf Schwarzkopf und IT-Fachdienstleiter Andreas Lüsebrink bei der Vorstellung der neuen Telefonassistentin. Bildcredit: Katharina Buschmann / Märkischer Kreis.

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